Ortungsgerät mit seismischen Sensoren - SEARCH

Das seismische Ortungsgerät SEARCH wird während Such- und Rettungsoperationen im urbanen Umfeld eingesetzt, um nach schwerwiegenden Ereignissen wie Gasexplosionen, Terroranschlägen oder Naturkatastrophen wie Erdbeben, Stürmen, Erdrutschen oder Lawinen verschüttete Personen bei Bewusstsein zunächst zu erfassen und dann genau ihre Position zu bestimmen.

Die seismischen Sensoren werden auch als „Lauschsystem oder -gerät“, „seismische Detektoren“, „elektronische Suchgeräte“, „Geophone“, „Geostereophone“, „akustische Sensoren“ oder „Lebenszeichendetektoren“ bezeichnet.

Die seismischen Sensoren SEARCH gehören zu den 5 Ortungsgeräten, die zur Suche und Rettung verschütteter Personen im urbanen Umfeld eingesetzt werden. Sie gehören genauso zum Instrumentarium der Spezialisten für Such- und Rettungsaufgaben wie UWB-Radarsensoren und Suchkameras.

Dank der hohen Sensibilität seiner seismischen Technologie ermöglicht das Ortungsgerät SEARCH ein optimales Abhören des Suchbereichs und die Erfassung selbst von geringsten Tönen und Vibrationen, die von einem Opfer unter den Trümmern erzeugt werden (z.B. Scharren, Klopfen oder Rufen). Die Positionsbestimmung erfolgt durch Triangulation.
 

WAS IST DIE SEISMISCHE/AKUSTISCHE LAUSCHTECHNOLOGIE? WIE FUNKTIONIERT SIE?

Mit der seismischen Technologie erfassen die sensiblen Sensoren des Suchgeräts SEARCH selbst geringste Vibrationen, die von einem unter Trümmern verschütteten Opfer erzeugt werden (z.B. Scharren, Klopfen oder Rufen). Die zusammengebrochene Struktur wird dabei wie ein riesiges Mikrofon genutzt.

Eigentlich sind seismische Sensoren Geostereophone (Empfänger von Wellen). Sie erfassen die Vibrationen, die in den verschiedenen Materialebenen eines eingestürzten Gebäudes zirkulieren und nachklingen und verstärken diese anhand eines Bediengeräts. Der Retter kann so über seine Kopfhörer die vom verschütteten Opfer erzeugten Vibrationen über das empfangene Audiosignal „abhören“ und mit einer Graphik am Display des Bediengeräts visualisieren.
 

WIE WERDEN DIE SEISMISCHEN SENSOREN BEI DER OPFERSUCHE EINGESETZT? WIE FUNKTIONIEREN DIE SEISMISCHEN SENSOREN IM EINSATZ?

Zunächst platziert der Retter die seismischen Sensoren am Boden (in der Regel in einer Reihe) – und zwar so, dass sie Kontakt mit den Trümmern haben.

Danach klopft der Retter auf die Trümmerstrukturen und fordert etwaige Verschüttete durch lautes Rufen dazu auf, sich bemerkbar zu machen. Danach führt er eine Lauschphase durch (bei möglichst wenig Umgebungsgeräuschen) und wartet auf eine Antwort etwaiger Opfer (z.B. Scharren, Klopfen oder Rufen). Je kraftvoller die Opferantwort, desto leichter fällt die Lokalisierung.

Werden keine Vibrationen empfangen, setzt der Retter seinen Suche in einem anderen Teil des Suchbereichs mit der gleichen Methode fort. Das Ziel besteht darin, den Suchbereich zu kartographieren und die Positionen potenzieller Opfer zu markieren.

Empfängt ein Sensor ein Signal (angezeigt durch Töne im Kopfhörer sowie ein Balkendiagramm am Display des Bediengeräts), belässt der Retter den Sensor mit dem stärksten Signal am Ort und positioniert die anderen Sensoren neu, um den Bereich zu triangulieren und die Position des Opfers genauer zu bestimmen.

Die Opferposition ist bestimmt, wenn alle Sensoren ein Signal mit gleicher Intensität anzeigen.

 

EIGENSCHAFTEN DER SEISMISCHEN SENSOREN

Die seismischen Sensoren SEARCH bieten eine herausragende Lauschqualität sowie eine effektive Tonübertragung und damit unter dem Strich eine hoch wirksame Erkennung von Lebenszeichen. Das USAR-Gerät wurde so konzipiert, dass es schnell in Betrieb genommen und unkompliziert eingesetzt werden kann.

Die seismischen Sensoren SEARCH bestimmen schnell die akustischen Quellen und damit die präzisen Positionen potenzieller Opfer. Die Sensoren erfassen Vibrationen von 20 bis 3.000 Hz.

 

SPEZIELL FÜR HERAUSFORDERNDE EINSATZBEDINGUNGEN ENTWICKELTE SEISMISCHE SENSOREN

Die seismischen Sensoren SEARCH wurden speziell für den harten Einsatz bei Such- und Rettungsoperationen nach Katastrophen entwickelt.
Da es dabei auf Leichtigkeit und Kompaktheit ankommt, wiegen die seismischen Sensoren SEARCH nur 690 g und können problemlos transportiert werden, beispielsweise in einer Jackentasche.
Das Gehäuse verfügt über einen Eindringschutz nach IP67 und ist nicht nur gegen Staub geschützt, sondern auch gegen Spritzwasser.
Der praktische Trageriemen am Sensorgehäuse sorgt für einen problemlosen Transport.
Die flexible Antenne gewährleistet eine optimale Verbindung zum Bediengerät.
Die kabellosen Sensoren werden durch 3 AAA-Batterien mit Strom versorgt, die Betriebsdauer beträgt rund 8 Stunden. Diese einfache Lösung bietet bei harten Such- und Rettungseinsätzen Vorteile gegenüber Akkus und dem damit verbundenen Einsatz von Ladegeräten. Die kabelgebundenen Sensoren werden über ihre Kabelverbindung vom Bediengerät mit Strom versorgt.
 

ZWEI TYPEN SEISMISCHER SENSOREN: KABELLOS ODER KABELGEBUNDEN

SENSOR-TYP KABELLOSE SENSOREN KABELGEBUNDENE SENSOREN
     
Eigenschaften

Mit einer Reichweite von über 100 m in freiem Feld und ca. 30 m in Bereichen mit Hindernissen bieten die kabellosen Sensoren eine große Bewegungsfreiheit am Einsatzort.

Die Funktechnologie ermöglicht eine schnelle Positionierung der seismischen Sensoren vor Ort. Es gibt keine störenden Kabel, die sich in Trümmern verfangen können. Die Suche verläuft so rund 3 Mal schneller als mit kabelgebundenen Sensoren.

Die kabelgebunden Sensoren sind mit einem 8 m langen Kabel ausgestattet, der Aktionsradius beträgt somit 24 m.
Display    
kompatible(s) Bediengerät(e)

MONO-APP
oder

MULTI-APP

MONO-APP
max. Anzahl von Sensoren, die an das Bediengerät angeschlossen werden können

MONO-APP: bis zu 3 kabellose + 3 kabelgebundene Sensoren

MULTI-APP: bis zu 3 kabellose Sensoren

 

SCHNITTSTELLE UND HAUPTFUNKTIONEN

Die intuitive und ergonomische Anwenderschnittstelle ist in der Bedienung völlig unkompliziert. Daher ist für die Einweisung und Schulung der Retter nur ein geringer Aufwand erforderlich.

Jeder an das Bediengerät angeschlossene seismische Sensor wird am Display durch einen eigenen Balken wiedergegeben. Die Intensität der von den Sensoren erfassten Signale wird wie folgt angezeigt:

  • Gelbe Balken zeigen mit ihrer Höhe die Intensität/Stärke des Signals an.
  • Ein gelber Marker kennzeichnet den Höchstwert des von einem Sensor erfassten Signals.
  • Ein roter Marker stellt das stärkste von den Sensoren empfangene seismische Signal dar.

Wird von einem Opfer eine Vibration ausgelöst, wird der Balken des dem Opfer am nächsten gelegenen Sensors am Display höher dargestellt als die anderen Balken.
 

EINSTELLBARE LÄRMFILTER

Das als Gehirn der Suchoperation fungierende Bediengerät ist mit zwei einstellbaren Lärmfiltern ausgestattet, die störenden Umgebungslärm durch die Arbeit anderer Such- und Rettungskräfte (z.B. durch Presslufthämmer oder Baugeräte) im Hoch- und Tieftonbereich wirksam unterdrücken.

  • Die Funktion „Filter high“ erlaubt die Einstellung eines Tiefpassfilters zur Eliminierung hoher Störgeräusche. Die Funktion unterdrückt Frequenzen, die oberhalb der Einstellschwelle liegen (Einstellschwelle: 600 Hz bis 3.000 Hz).
  • Die Funktion „Filter low“ erlaubt die Einstellung eines Hochpassfilters zur Eliminierung tiefer Störgeräusche. Die Funktion unterdrückt Frequenzen, die unterhalb der Einstellschwelle liegen (Einstellschwelle: 20 Hz bis 300 Hz).

ZWEI LAUSCHMODI

Die von den Sensoren erfassten Vibrationen/Töne können im Modus „Mono“ oder im Modus „Stereo“ abgehört werden. Auf diese Weise kann der Retter ausgewählte Sensoren mit einem oder mit beiden Ohren abhören und anhand der daraus resultierenden Lauschkombinationen bessere Ergebnisse erzielen.

  • Modus MONO: Abhören des Sensors oder der Sensoren mit 2 Ohren.
  • Modus STEREO: Abhören der Sensoren wahlweise im rechten oder linken Ohr.

Die seismischen Sensoren SEARCH bieten eine herausragende Lauschqualität und eine effektive Tonübertragung und damit unter dem Strich eine hoch wirksame Erkennung von Lebenszeichen.

Die seismischen Sensoren SEARCH sind für eine schnelle Inbetriebnahme und einen zügigen Suchfortschritt konzipiert. Sie bestimmen schnell die akustischen Quellen und damit die präzisen Positionen potenzieller Opfer.

DIE VERFÜGBAREN VORGERÜSTETEN KITS

Entdecken Sie alle vorhandenen Kits auf der Seite der vordefinierten Kits.

Erfahren Sie mehr über das Konzept MULTISEARCH sowie über alle Ortungsgeräte, verfügbare Kits und Zubehörprodukte in unserem Katalog unter dem folgenden Link: USAR-Katalog

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