ÜBERDRUCKBELÜFTUNG

ÜBERDRUCKBELÜFTUNG

Durch das Einblasen einer großen Menge kühler Luft in ein brennendes, verrauchtes Objekt steigt der Innendruck und die Rauchausbreitung kann kontrolliert werden. Die Wirkung der Maßnahme offenbart sich schnell: Die Sicht wird besser, Temperaturen und Schadstoffgehalt sinken, der Rauchabzug wird kontrollierbar, das Risiko einer Rückzündung wird minimiert. Maßnahmen zur Rettung von Personen können schneller durchgeführt werden.

Die Auswahl des/der situationsangepassten Brandlüfter/s erfolgt je nach Konfiguration der zu belüftenden Objekte oder Gebäude.

Es gibt mehrere Überdruckbelüftungsverfahren:

  • die offensive Überdruckbelüftung,
  • die defensive Überdruckbelüftung,
  • die kombinierte Überdruckbelüftung.

OFFENSIVE ÜBERDRUCKBELÜFTUNG

Die offensive Taktik sieht eine direkte Belüftung des Brandraumes vor, kombiniert mit dem Einsatz von Löschmitteln. 

Sie soll das Brandverhalten beeinflussen und die Intensität des Brandes schnell verringern.

OFFENSIVE ÜBERDRUCKBELÜFTUNG

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DEFENSIVE ÜBERDRUCKBELÜFTUNG 

Die defensive Taktik soll bestimmte Bereiche absichern. Sie verhindert die Ausbreitung von Rauch und Rauchgasen in den zu schützenden Bereichen

Nur die nicht vom Brand betroffenen Räume werden belüftet.

Diese Taktische Ventilation sieht einen von der Brandbekämpfung getrennten Einsatz der Belüftung vor.

Bereiche unter leichtem Überdruck können zum Beispiel als Fluchtwege zur Evakuierung von Personen genutzt werden.

DEFENSIVE ÜBERDRUCKBELÜFTUNG 

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KOMBINIERTE ÜBERDRUCKBELÜFTUNG

Kombiniert die beiden vorgenannten Methoden bei hohen Gebäuden :

1/ Zunächst wird die defensive Belüftung eingerichtet und durch einen Hauptlüfter mit großer Luftleistung sichergestellt, der vor dem Haupteingang des Gebäudes positioniert wird.

2/  Das Treppenhaus wird mit Überdruck gesichert, die Einsatzkräfte steigen zum Stockwerk des Brandes auf und stellen dort vor dem Zugang zur Brandwohnung einen tragbaren Sekundärlüfter auf.

3/  Nach dem Schaffen einer Abluftöffnung kann die offensive Phase beginnen: Der Luftstrom des Hauptlüfters wird vom Sekundärlüfter auf der Etage weitergeleitet und drückt die giftigen Brandgase und Hitze nach außen. Die Kontrolle der Rauchentwicklung erleichtert nun die Arbeiten der Einsatzkräfte, vor allem das Löschen des Brandes.

KOMBINIERTE ÜBERDRUCKBELÜFTUNG

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